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09.09.2016 - Die Prozession...

...ist ein Bild für unseren Lebensweg! Menschen gehen, das Volk Gottes auf dem Weg.Die Hanswijk-Prozession 2018 erzählt die Geschichte der Menschheit, die Selbsthingabe, das « Ja » zum Leben, das ...

02.08.2016 - Prozession 2018: Sonntag, dem 06. Mai 2018

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PRAKTISCHE INFO

vorigen Prozessionen: fotos

Vision „Ja“

Die Hanswijk-Prozession ist natürlich mehr als nur ein Spektakel, sie ist in erster Linie eine Prozession, d. h. ein Aufzug von betenden und singenden gläubigen Menschen, die Gott oder eine Heilige ehren, danken oder um Hilfe bitten wollen ... Aber das ist noch nicht alles. Die Hanswijk-Prozession ist eine - buchstäblich! – wandelnde Illustration einer Vision. Diese Vision fassen wir zusammen in der Zeile:

Ja / Leben / Erleben

„Ja“ sagen zum Leben heißt „ja“ sagen zur grundsätzlichen Berufung jedes Menschen.

Der rote Faden in der Hanswijk-Prozession ist das „Ja"-Wort des Menschen zum Leben und sein „Ja"-Wort an Gott.

Jeder Mensch trägt tief in sich das Verlangen nach Leben und Glück. Wir fühlen alle, dass das wahre Glück mit Liebe, Gemeinschaft und Verbundenheit mit anderen Menschen zu tun hat, mit lieben und geliebt werden, mit „ja" sagen zum Leben, wie es sich ergibt. „Ja" sagen lässt uns in vollen Zügen leben.

„Ja“ kann man auf verschieden Weisen erleben.

Die Hanswijk-Prozession zeigt uns durch verschiedene Geschichten das „Ja"-Wort des Menschen im Laufe der Jahrhunderte: das „Ja"-Wort zum Leben und das „Ja"-Wort zu Gott. Dieses „ja" kann man auf verschiedene Weisen erleben.

„Ja“ in der Mechelner Geschichte

Wer von unserer Geschichte fasziniert ist, sieht in der Prozession die verschiedenen Perioden aus der reichen Vergangenheit von Mecheln vorbeiziehen. Aber was wir tatsächlich sehen, sind die Erzählungen von historischen Personen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt „ja" gesagt haben zu einer Aufgabe, die ihnen zuteil wurde, eine Berufung, die sie überkam. Vom irischen Mönch Rumoldus, der sich auf den Weg machte, den Glauben zu verbreiten, bis hin zu Margarethe von Österreich, die unter schwierigen Umständen die Verwaltung der Niederlande und die Erziehung ihres Neffen Karl V. übernahm.

„Ja“ im Leben aller Menschen

Auf einer zweiten Ebene geht es um mehr als die Darstellung des „Jas", es geht darum, das „Ja" zu erleben, wenn man in den gezeigten Geschichten die Urbilder der Menschheit entdeckt: die Erwartung eines freudigen Ereignisses, die Geburt eines Kindes, der Schmerz um das Kind, das einen anderen unerwarteten Weg einschlägt, der Schmerz des Leidens und des Todes, die Freude um die Befreiung aus einer unangenehmen Lage ... Es geht um Menschen, die das Leben erleben, akzeptieren, „ja" sagen, und weitermachen, mitunter trotz allem ... Alles, was dort auf der Straße gezeigt wird, kommt auch in unserem Leben vor, und das berührt und bewegt uns.

„Ja“ sagen zu Gott

Wer mit einem gläubigen Blick tiefer schaut, entdeckt mehr: hinter diesen Urbildern der Menschheit, sieht er, wie Gott den Menschen lieb hat und ihn niemals loslässt, wie Er uns stets nahe ist und uns seinen eigenen Sohn gegeben hat, um uns von der Sonde und vom Tod zu erlösen. Er erlebt dieses Ja-Wort, das auf eine tiefere Weise gezeigt wird, weil es ihn nach seinem eigenen Ja-Wort zu Gott in seinem eigenen Leben fragt.

Der Gläubige will „ja" sagen zu Gott, der uns ruft, um vollständig mit Ihm in Harmonie zu leben. Für ihn ist es, wahres Glück zu finden bei Gott, der Liebe bedeutet. Das erste „ja" zum Leben erhält dadurch noch eine tiefere Dimension, nämlich das „ja" zu Gott. Maria ist uns auf diesem Weg vorangegangen. Sie hat „ja" gesagt zu der Frage von Gott, Mutter seines Sohnes zu werden. Ihr ganzes Leben war ein einziges „Ja"-Wort, eine Zustimmung, ein „mir geschehe nach Ihrem Wort". Sie hat auch akzeptiert, Mutter der Kirche zu werden, unsere Mutter. Deshalb dürfen wir sie immer fragen: „Monstra te esse matrem" (Zeige, dass Du unsere Mutter bist).

Die Hanswijk-Prozession als Wallfahrt

Auf diese Weise ist die Hanswijk-Prozession auf ihrer tiefsten Ebene eigentlich eine Wallfahrt im kleinen, nämlich „das sich betend auf den Weg machen eines Einzelnen oder einer Gruppe von Menschen zu einer heiligen Stätte, in einer sicheren Entfernung gelegen, um dort zu bitten und um sonst zurückzukehren". Eine Wallfahrt zu unternehmen ist „beten mit dem Körper", das lehnt sich stark an das konkrete Leben jedes Tages an, es ist ein Ausdruck, gemeinsam als Gläubige auf dem Weg zu sein. Jede Prozession und jede Wallfahrt ist ein Bild unseres Lebens, davon, dass wir unterwegs sind von der Geburt bis zu unserem Endziel, zu Gott.

Etwas, was von den Tausenden Teilnehmern an dieser Hanswijk-Prozession sehr intensiv „erlebt" wird, sowohl von jenen, die die Szenen darstellen, als auch von jenen, die sich ihnen anschließen und betend und singend den Weg zu Unserer Lieben Frau von Hanswijk begleiten.

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