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09.09.2016 - Die Prozession...

...ist ein Bild für unseren Lebensweg! Menschen gehen, das Volk Gottes auf dem Weg.Die Hanswijk-Prozession 2018 erzählt die Geschichte der Menschheit, die Selbsthingabe, das « Ja » zum Leben, das ...

02.08.2016 - Prozession 2018: Sonntag, dem 06. Mai 2018

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PRAKTISCHE INFO

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Geschichte

Entstehung

Im Jahr 1738 feierten die Dalscholieren, der Klosterorden, der die Obhut über die Hanswijk-Gemeinde übernommen hatte, ihre 450-jährige Anwesenheit in Mecheln. Dies fiel zusammen mit 750 Jahre Marienverehrung in Hanswijk (988 – 1738). Diesen doppelten Jahrestag wollte man auf eine passende Weise mit dem ersten Hanswijk-Jubelfest feiern.

Dieses Jubiläum hatte an erster Stelle eine gottesdienstliche Bedeutung, und das Zentrum dieser Feier lag bei den liturgischen Feiern in der Kirche von Unserer Lieben Frau von Hanswijk.

Auch außerhalb der Kirche wurde mit der Jubelprozession und der ersten Hanswijk-Kavalkade gefeiert. Eine Kavalkade oder „Ry-bende" ist ein Reiterumzug mit von Pferden gezogenen Prunkwagen.

Die Stadtverwaltung und die gesamte Mechelner Bevölkerung schlossen sich der Feier an. Davon zeugten die Straßenverzierung und die Einfügung des Mechelner Umgangs im Festprogramm. Dieses Jubelfest hatte solch einen großen Erfolg, dass man beschloss, es alle 25 Jahre zu wiederholen.

Der alte Mechelner Umgang

Unter „Umgang" verstand man seinerzeit die Prozession, die jährlich mit den Reliquien des Heiligen Rombout um die Stadtmauern zog. Der erste fand im Jahr 1302 statt als Folge eines Versprechens der Mechelner, „als feindliche Heere die Stadt bedrohten", nämlich zur Belagerung von Mecheln durch Herzog Jan II. von Brabant. Diese Prozession, „Peisprozession" genannt, wurde seitdem jedes Jahr am Mittwoch nach Ostern von der Stadt durchgeführt.

Ursprünglich war die Peisprozession eine Buß- und Betprozession. Aber im Laufe der Jahre wurden darin biblische Figuren dargestellt und später sogar Personen aus der weltlichen Geschichte und mythologische Figuren. Deshalb beschloss der Mechelner Klerus, die eigentliche Prozession und den weltlichen Umzug voneinander zu trennen, mit der Folge, dass ab dem Beginn des 18. Jahrhunderts der Umzug nur noch bei speziellen Gelegenheiten wie Kavalkaden, Einzügen und bestimmten Feiern stattfand.

Mit „Umzug" versteht man heute also: den „Riesenzug" mit dazugehörigen volkstümlichen Figuren. Die Utensilien des Umzugs wurden von Mechelner Bildhauern angefertigt und entstanden allmählich im 15., 16. und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts: die Riesen, das Pferd Bayard, die Kemeltjes, das Kriegsschiff, das Glücksrad und das Stadtmaskottchen Opsignoorke. Einige Prunkwagen aus den Kavalkaden des 19. Jahrhunderts - die Lischblume, die Peoene, der Schlitten der Peoene und die Verkündigung von Rumoldus zu Mecheln – fahren vor dem eigentlichen Umzug und bilden auf diese Weise den Übergang zwischen der religiös-historischen Kavalkade und dem folkloristischen Zug.

Religiöser Charakter

Die Geschichte des Jubelfestes lehrt uns, dass es jedes Mal große Unterschiede geben kann und dass keine Kavalkade eine Kopie der vorangegangenen ist. Allerdings ist es deutlich, dass dieses Jubelfest im Laufe der Jahrhunderte seinen überwiegend religiösen Charakter behalten hat und dass sowohl die Jubelprozession als auch die Hanswijk-Kavalkade die Hauptelemente dieses Festes sind.

Die Jubelprozession ist jedoch mehr ein Gebetszug, in welchem sowohl das Marienbild von Unser Lieben Frau von Hanswijk als auch das Heilige Sakrament mitgetragen werden. In der Hanswijk-Kavalkade kommen neben religiösen auch historische Elemente zum Zuge.

Entwicklung

Mit den Jahren nahmen die umrahmenden Feierlichkeiten zu und auch die Dauer dieses Jubelfestes wurde länger. Während man beim ersten Mal die Feierlichkeiten über vierzehn Tagen verteilte, ist dieser Zeitraum allmählich immer länger geworden. 1988 – anlässlich 1 000 Jahre Marienverehrung in Hanswijk - darf man zum ersten Mal von einem Jubeljahr sprechen (6.10.1987 – 8.09.1988). Das war im Jahr 2013 beim zwölften Hanswijk-Jubelfest nicht anders!

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